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DigiKIK – Digitalisierung – Krankenhaus – Interaktion – Kompetenz/Zukunft der Personalarbeit in Krankenhäusern mitbestimmt gestalten

Das Projekt DigiKIK stärkt Mitarbeitende von Krankenhäusern im digitalen Wandel. Dafür entwickeln Beschäftigte, Arbeitgeber und betriebliche Interessenvertretungen gemeinsam neue betriebliche Lösungen der Personalarbeit.

„DigiKIK“ (Digitalisierung – Krankenhaus – Interaktion – Kompetenz) gehört zu den 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" (Lern- und Experimentierräume) gefördert werden.

AUSGANGSPUNKT
Durch Digitalisierung entstehen Chancen, die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten zu verbessern, Arbeit im Krankenhaus aufzuwerten, der Arbeitsverdichtung entgegenzuwirken und die Attraktivität vor allem pflegerischer und medizinischer Berufe zu erhöhen. Um dies zu erreichen, müssen digitale Technologien zunächst erfolgreich eingeführt werden. In diesem „digitalen Transformationsprozess“ ist eine vorausschauende und partizipativ organisierte Personalarbeit einer der wesentlichen betrieblichen Schlüsselfaktoren. In der Praxis sind betriebliche Digitalisierungsstrategien und Personalarbeit allerdings oft nur ungenügend aufeinander abgestimmt. Zudem ergeben sich durch die Einführung digitaler Technik und die damit verbundenen Veränderungen von Arbeits- und Versorgungsprozessen neue Anforderungen mit Bezug auf die Sicherstellung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Ausmaß von der Dynamik, Reichweite und Komplexität dieser Veränderungen abhängig ist.

ZIELGRUPPE des Projekts sind Krankenhäuser und Mitarbeitende auf allen Funktionsebenen (Leitung, Pflegekräfte, IT, Administration, betriebliche Interessenvertretungen etc.). An DigiKIK beteiligten sich vier Krankenhäuser und zwei gewerkschaftliche Bildungsträger:

  • Asklepios Westklinikum Hamburg GmbH
  • Asklepios Kliniken Langen-Seligenstadt GmbH
  • Klinikum Osnabrück GmbH
  • LVR-Klinik Viersen
  • BIG - Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH (Essen)
  • Bildungswerk ver.di Niedersachsen e.V. (Region Osnabrück).

Die Leitung des Projektes liegt beim Institut Arbeit und Technik (IAT), Forschungsschwerpunkt „Arbeit und Wandel“, Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen.

ZIEL von DigiKIK ist die Entwicklung sozialpartnerschaftlicher und partizipativer Strukturen, Verfahren und Instrumente für die Personalarbeit im digitalen Wandel. Gemeinsam mit Beschäftigten, Arbeitgebern und betrieblichen Interessenvertretungen werden für digitalisierte Arbeitskontexte neue Organisations-, Qualifikations- und Kompetenzentwicklungslösungen entwickelt und umgesetzt. Dabei werden technologische Innovationen in Krankenhäusern mit sozialen Innovationen auf struktureller, prozessualer und instrumenteller Ebene in der betrieblichen Personalarbeit verknüpft.

Zur Konzeption, Entwicklung und Erprobung des DigiKIK wirken unterschiedlichste Projektakteure im Projekt zusammen. Das Projekt wird durch einen externen Fachbeirat begleitet.

Teilziele des Projektes sind:

  • Erkenntnisse zum Zusammenhang von Kompetenz, Nutzungspraktiken und Arbeitsbelastung
  • Bestandsaufnahme zu betrieblichen Digitalisierungsstrategien und Digitalisierungspfaden im Krankenhausektor
  • Identifizierung und Umsetzung zielgruppenspezifischer und vorausschauender Personalentwicklungsmaßnahmen
  • Erprobung von Empowerment-Strategien und -Instrumenten für Beschäftigte und betriebliche Interessenvertretungen
  • Identifizierung von Handlungsfeldern, -spielräumen und Ressourcen für vorausschauende Personalarbeit
  • Initiierung brancheninterner und -übergreifender Lernprozesse
  • Auf- und Ausbau sozialpartnerschaftlicher Gestaltungs- und (sozialer) Innovationskapazitäten im digitalen Wandel.

Die Umsetzung erfolgt in fünf Modulen:

  1. »DigiMAP«: Mapping betrieblicher Handlungsfelder, Aktivitäten und Herausforderungen an der Schnittstelle von betrieblicher Digitalstrategie und betrieblicher Personalarbeit.  
  2. »DigiNAVI«: Identifizierung zielgruppenspezifischer Qualifikations- und Kompetenzanforderungen in Arbeits- und Versorgungsprozessen sowie auf Arbeitsplätzen.
  3. »DigiIDEE«: Entwicklung von Umsetzungsmaßnahmen und -ideen, die in einem partizipativen Beteiligungsverfahren gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern identifiziert werden.
  4. »DigiCAMPUS«: Umsetzung neuer betrieblicher Lösungen zur zielgruppenspezifischen Qualifikations- und Kompetenzentwicklung. Festlegung betrieblicher Struktur- und Verfahrensstandards und unterstützender Maßnahmen.
  5. »DigiTransfair«: Initiierung brancheninterner und branchenübergreifender Lernprozesse, Ableitung von Betriebs- und Branchenstandards für die Personalarbeit im digitalen Wandel und Erstellung zielgruppenspezifischer Handlungshilfen und Qualifizierungsmodule.

Erwartete ERGEBNISSE

Im Ergebnis werden durch DigiKIK zum einen neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zusammenhang von Kompetenz, subjektiven Aneignungspraktiken und Arbeitsbelastungen von Beschäftigten im digitalen Wandel in Krankenhäusern gewonnen. Ausgehend von den betrieblichen Analysen werden für die betriebliche Ebene Erkenntnisse darüber gewonnen, mit welchen passgenauen Instrumenten, Strukturen und Verfahren die Kliniken die digitale Transformation arbeits- und beschäftigtenorientierter gestalten können. Dabei stehen die Themen Qualifizierung, neue prozessbegleitender Reflexionsräume, Partizipation und mitarbeiterorientierte Kommunikation sowie die Umsetzung verfahrensbezogener Vereinbarungen im Fokus. Prozessbegleitend wird ein modularisiertes, bereichs- und zielgruppenübergreifendes Qualifizierungskonzept realisiert. Im Ergebnis werden sozialpartnerschaftliche Gestaltungsstrategien im digitalen Wandel der Krankenhäuser gestärkt.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden bundesweit bekannt gemacht.

Ansprechpartner*in

Michaela Evans
Direktorin des Forschungsschwerpunktes "Arbeit und Wandel"
Institut Arbeit und Technick (IAT)
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
E-Mail schreiben
Telefon: 0209 - 1707 - 121

Steckbrief

Themen: Ausbildung

Projektlaufzeit

2018 bis 2021


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