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DigiKIK – Digitalisierung – Krankenhaus – Interaktion – Kompetenz/Zukunft der Personalarbeit in Krankenhäusern mitbestimmt gestalten

Im INQA-Projekt wurden Strukturen, Verfahren und Instrumente für die Personalarbeit im digitalen Wandel entwickelt und erprobt. Zum Projektende wurde ein Leitfaden zusammengestellt, der aufzeigt, wie Digitalisierung im Krankenhaus mitgestaltet werden kann

„DigiKIK“ (Digitalisierung – Krankenhaus – Interaktion – Kompetenz) gehörte zu den 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" (Lern- und Experimentierräume) bis 2022 gefördert wurden.

AUSGANGSPUNKT
Durch Digitalisierung entstehen Chancen, die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten zu verbessern, Arbeit im Krankenhaus aufzuwerten, der Arbeitsverdichtung entgegenzuwirken und die Attraktivität vor allem pflegerischer und medizinischer Berufe zu erhöhen. Um dies zu erreichen, müssen digitale Technologien zunächst erfolgreich eingeführt werden. In diesem „digitalen Transformationsprozess“ ist eine vorausschauende und partizipativ organisierte Personalarbeit einer der wesentlichen betrieblichen Schlüsselfaktoren. In der Praxis sind betriebliche Digitalisierungsstrategien und Personalarbeit allerdings oft nur ungenügend aufeinander abgestimmt. Zudem ergeben sich durch die Einführung digitaler Technik und die damit verbundenen Veränderungen von Arbeits- und Versorgungsprozessen neue Anforderungen mit Bezug auf die Sicherstellung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Ausmaß von der Dynamik, Reichweite und Komplexität dieser Veränderungen abhängig ist.

Untersuchungssettings des Projekts waren Krankenhäuser und Mitarbeitende auf allen Funktionsebenen (Leitung, Pflegekräfte, IT, Administration, betriebliche Interessenvertretungen etc.). An DigiKIK beteiligten sich vier Krankenhäuser und zwei gewerkschaftliche Bildungsträger:

  • Asklepios Westklinikum Hamburg GmbH
  • Asklepios Kliniken Langen-Seligenstadt GmbH
  • Klinikum Osnabrück GmbH
  • LVR-Klinik Viersen
  • BIG - Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH (Essen)
  • Bildungswerk ver.di Niedersachsen e.V. (Region Osnabrück).

Die Leitung des Projektes lag beim Institut Arbeit und Technik (IAT), Forschungsschwerpunkt „Arbeit und Wandel“, Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen.

ZIEL von DigiKIK war die Entwicklung sozialpartnerschaftlicher und partizipativer Strukturen, Verfahren und Instrumente für die Personalarbeit im digitalen Wandel. Gemeinsam mit Beschäftigten, Arbeitgebern und betrieblichen Interessenvertretungen wurden für digitalisierte Arbeitskontexte neue Organisations-, Qualifikations- und Kompetenzentwicklungslösungen entwickelt und umgesetzt.

Die Umsetzung erfolgte in fünf Modulen und war durch die Pandemie bedingt nicht einfach:

  1. »DigiMAP«: Mapping betrieblicher Handlungsfelder, Aktivitäten und Herausforderungen an der Schnittstelle von betrieblicher Digitalstrategie und betrieblicher Personalarbeit.  
  2. »DigiNAVI«: Identifizierung zielgruppenspezifischer Qualifikations- und Kompetenzanforderungen in Arbeits- und Versorgungsprozessen sowie auf Arbeitsplätzen.
  3. »DigiIDEE«: Entwicklung von Umsetzungsmaßnahmen und -ideen, die in einem partizipativen Beteiligungsverfahren gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern identifiziert werden.
  4. »DigiCAMPUS«: Umsetzung neuer betrieblicher Lösungen zur zielgruppenspezifischen Qualifikations- und Kompetenzentwicklung. Festlegung betrieblicher Struktur- und Verfahrensstandards und unterstützender Maßnahmen.
  5. »DigiTransfair«: Initiierung brancheninterner und branchenübergreifender Lernprozesse, Ableitung von Betriebs- und Branchenstandards für die Personalarbeit im digitalen Wandel und Erstellung zielgruppenspezifischer Handlungshilfen und Qualifizierungsmodule.

ERGEBNISSE

Im Ergebnis wurde die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit im digitalen Wandel der Krankenhäuser gestärkt; Betriebsräte für den digitalen Wandel vorbereitet und geschult, Betriebsvereinbarungen getroffen; Kommunikationsinstrumente zur Partizipation der Beschäftigten erprobt und nachhaltig in Strukturen implementiert.

DigiKIK hat Strukturen, Verfahren und Instrumente zur mitbestimmten Gestaltung der digitalen Transformation in Krankenhäuser entwickelt und diese zusammen mit den Erkenntnissen in eine Handlungshilfe zusammengefasst. Dieser Leitfaden unterstützt die Beauftragten (Betriebsräte, Beschäftigte, Management) bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in Krankenhäusern.

Ansprechpartner*in

Michaela Evans
Laura Schröer
Direktorin des Forschungsschwerpunktes "Arbeit und Wandel"
Institut Arbeit und Technick (IAT)
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
E-Mail schreiben
Telefon: 0209 - 1707 - 121

Steckbrief

Themen: Digitalsierung

Projektlaufzeit

2018 bis 2022


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