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EXPERTISE 4.0 – Exoskelette in der Pflege

EXPERTISE 4.0 möchte Pflegenden den Rücken stärken. In dem Projekt wurden überwiegend im therapeutischen Bereich eingesetzte Exoskelette im pflegerischen Alltag erprobt.Die Projekterkenntnisse sind bereits in die Entwicklung der Systeme eingeflossen z.B. SoftExo Care, Rakunie – die Passung zwischen Exoskelett und Pflegekräfte wa rnicht immer gegeben und stellt einen Erfolgsfaktor beim Einsatz dar.

EXPERTISE 4.0 gehörte zu den 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“ gefördert bis 2022 wurden.

AUSGANGSLAGE für das Projekt waren statistische Befunde zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der Pflege. Nicht selten werden diese durch Fehlbeanspruchungen des Muskel-Skelett-Apparates verursacht. An diesem Punkt setzt EXPERTISE 4.0 an.

ZIELGRUPPE des Projektes waren Pflegende in der Altenpflege, die in ihrem Arbeitsalltag mit körperlichen Belastungen konfrontiert sind. Praxispartnerin in EXPERTISE 4.0 war die BruderhausDiakonie mit Sitz in Reutlingen.

Das übergeordnete ZIEL des Projektes ist die Förderung einer an ergonomischen und ergotherapeutischen Kriterien ausgerichteten gesundheitsförderlichen Arbeitsweise Pflegender gewesen. Hierzu untersuchte EXPERTISE 4.0 die Potenziale und Limitationen des Einsatzes von Exoskeletten und anderen Hilfsmitteln zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen.
Wesentliche Ziele, Fragestellungen und mögliche Wirkungen des Projektes wurden in einer Indikatorenmatrix zusammengefasst.

Dazu wurde eine quantitative Datenerhebung auf Basis eines Onlinefragebogens durchgeführt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden bei der Auswertung überwiegend relative Häufigkeiten dargestellt. Die Bewertungen sind entsprechend je Exoskelett in Relation zur Anzahl der Bewertungen des jeweiligen Exoskeletts dargestellt. Für die weitere Erforschung und Generierung neuer Forschungshypothesen wurden verschiedene Korrelationen nach Spearman für ordinalskalierte Daten berechnet und der Koeffizient Rho (?) bestimmt. Ferner wurden qualitative Daten durch Interviews mit den Pflegekräften erhoben und mittels der Inhaltsanalysen [nach Mayring] ausgewertet. Wesentliche Erkenntnisse sind entsprechend in einer Synopsis zusammengeführt. Eine ausführliche Darstellung des Vorgehens findet sich hier.

ERGEBNISSE

Es wurden 251 Fragebögen in die quantitative Synthese einbezogen.
Die qualitative Analyse umfasst 51 Interviews. Die Studien des Projekts, die sich ausschließlich auf die individuelle Wahrnehmung zur Kraftunterstützung konzentrierten, zeigten eine hohe Akzeptanz beim Einsatz von Exoskeletten in der Altenpflege und eine spürbare körperliche Entlastung der Pflegekräfte. Die Förderung der rückenschonenden Haltung schafft dabei einen deutlichen Mehrwert. Die Passung zwischen der Anatomie der Pflegekraft und dem Exoskelett ist Voraussetzung für die Wahrnehmung des Benefits.

Ansprechpartner*in für die Besichtigung des Experimentierraums

Verena Münch
Leitung Geschäftsfeld Altenpflege
Bruderhaus Diakonie
Ringelbachstraße 211
72762 Reutlingen
E-Mail schreiben
Telefon: 0151 - 538 341 96

Steckbrief

Themen: Digitalisierung

Projektlaufzeit

2018 bis 2022

Weiterführende Informationen


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