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PFL-EX – Arbeiten 4.0 – Lern- und Experimentierräume der Digitalisierung in Pflegeberufen

Im Projekt „Arbeiten 4.0 – Lern- und Experimentierräume der Digitalisierung in Pflegeberufen“ (kurz: PFL-EX) informierten sich Beschäftigte aus der Altenpflege über die Potentiale und Rahmenbedingungen der Digitalisierung. In einem ersten Schritt, den sogenannten „Lernräumen“, wurden Beispiele guter Praxis zur digitalen Unterstützung von Pflegeprozessen vorgestellt und diskutiert. Ausgewählte Technologien sind vorgestellt und getestet worden und gemeinsam mit den Technologieanbieter*innen wurden die Einsatzbedingungen in der Praxis, die Einbindung der jeweiligen Technologie in bestehende Aufgaben, Zuständigkeiten, Arbeitspläne und das Zeitmanagement diskutiert. Im zweiten Schritt erhielten die Einrichtungen dann die Chance, ausgewählte Technologien in praktischen Anwendungsszenarien zu testen und einzusetzen (innerbetriebliche „Experimentierräume“).

PFL-EX gehört zu den 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" gefördert wurden und werden.

AUSGANGSPUNKT des Projektes war die Erfahrung, dass Pflegende noch wenig darüber wissen, welche Technologien ihren Arbeitsalltag unterstützen könnten und bei der Auswahl und Einführung digitaler Technologien oftmals nicht ausreichend einbezogen werden. Folglich werden Technologien in der Sozialwirtschaft häufig nicht akzeptiert und genutzt.

ZIELGRUPPE des Projekts waren Mitarbeitende ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen. An PFL-EX beteiligten sich zwei Pflegeeinrichtungen und ein Verband:

  • Kreisaltenheim Amorbach
  • DRK Pflegeheim Residenz Bad Friedrichshall
  • Caritasverband für den Landkreis Miltenberg e.V. – ambulante Pflege.

PFL-EX verfolgte fünf ZIELE.

  1. Pflegende mit digitalen Technologien vertraut machen: Gemeinsam wurden Potentiale identifiziert, um physische und psychische Belastungen im Beruf durch den Einsatz digitaler Technologien zu verringern
  2. wirksamer Einsatz und hohe Akzeptanz der Technologien durch die Beteiligung der Pflegenden an der Auswahl und Einführung digitaler Technologien
  3. der Digitalisierung einen fühlbaren Anschub in den Pflegeeinrichtungen geben
  4. die Potentiale der Technologien zum Wohle von Pflegenden, Pflegebedürftigen sowie Angehörigen nutzen
  5. die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse der Sozialwirtschaft zugänglich machen.

Das Projekt wurde in zwei Phasen umgesetzt.

  • In der Lernraumphase lernten die Pflegeeinrichtungen – orientiert an ihren jeweils individuellen Bedarfen – Technologien und allgemeine Hintergründe zur Digitalisierung kennen.
  • In der Phase der Experimentierräume erprobten sie ausgewählte Technologien, wie zum Beispiel eine App zur Dienstplangestaltung oder die Video-Visite direkt im Arbeitsalltag.

Alle Projektschritte waren partizipativ und bedarfsorientiert ausgerichtet.

ERGEBNISSE

Im Projekt wurde der PROZESS GEMEINSAMEN LERNENS UND ERPROBENS NEUER TECHNOLOGIEN UND ARBEITSFORMEN durch aufeinander aufbauende Veranstaltungen und durch Praxisphasen im konkreten eigenen Arbeitskontext organisiert. Durch dieses Vorgehen konnten sich die drei beteiligten Pflegeinrichtungen über die Potentiale der Digitalisierung informieren und gezielt Technologien erproben. Die Pflegenden wurden über das gesamte Projekt hinweg an allen Schritten beteiligt und bildeten sich mittels einer Wissensplattform weiter.

In der abschließenden Phase des PFL-EX-Projekts stand der Transfer im Mittelpunkt. Ursprünglich waren für diesen Zweck mehrere große Veranstaltungen, regional und mit bundesweiter Reichweite, vorgesehen. Angesichts der Corona-Situation waren diese Veranstaltungen jedoch nicht durchführbar. Stattdessen werden einige der erprobten Technologien in einem 40-minütigen Film vorgestellt. Das Wichtigste des Films: Nicht die wissenschaftlichen Partner des Projekts spielen die Hauptrolle, sondern die Pflegenden der drei Einrichtungen kommen zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen! Darüber hinaus sind die Ergebnisse des Projektes in einem Buch eingeflossen, so dass die Erfahrungen und die aus der Projektarbeit abgeleiteten Empfehlungen auch nachgelesen werden können.

Ansprechpartner*in

Dr. Vanessa Kubek
Geschäftsführender Vorstand
Institut für Technologie und Arbeit e.V.
Trippstadter Str. 110
67663 Kaiserslautern
E-Mail schreiben
Telefon: 0631 - 205 - 8327

Dipl.-Pflegewirtin Anette Blaudszun-Lahm
Institut für Technologie und Arbeit e.V.
Trippstadter Str. 110
67663 Kaiserslautern
E-Mail schreiben
Telefon: 0631 - 205 - 8329

Dr. Frank Eierdanz
Institut für Technologie und Arbeit e.V.
Trippstadter Str. 110
67663 Kaiserslautern
E-Mail schreiben
Telefon: 0631 - 205 - 8330

Steckbrief

Themen: Digitalisierung

Projektlaufzeit

2018 bis 2020


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