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Sprint-Doku – Sprachsteuerung in der Mensch-Maschine-Interaktion

Die Dokumentation ist essenzieller Bestandteil der Pflegearbeit. Sie nimmt aber auch viel Zeit in Anspruch, die im Pflegealltag ohnehin knapp bemessen ist. Das Projekt „Sprachsteuerung in der Mensch-Maschine-Interaktion – intelligente Vernetzung für Altenpflegedokumentationssysteme“ (kurz: Sprint-Doku) untersuchte, wie Digitalisierung dazu beitragen kann, die Dokumentationsprozesse zu optimieren.

Sprint-Doku war eines von 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" gefördert wurden.

AUSGANGSPUNKT des Projektes war die Annahme, dass die sprachgesteuerte Dokumentation ein hohes Potenzial für Arbeitserleichterungen, Prozessoptimierungen und Qualitätssteigerungen in der ambulanten und stationären Pflege hat. Sprint-Doku untersucht in einem arbeitnehmerorientierten Ansatz, ob und unter welchen Bedingungen die Spracherkennung bei der Pflegedokumentation zielführend ist und wo deren Potenziale liegen.

Zu den ZIELGRUPPEN des Projektes gehörten Beschäftigte in der ambulanten und stationären Pflege sowie in der Verwaltung von Pflegeeinrichtungen. Anwendungspartner im Projekt ist die Diakonie Ruhr Pflege gemeinnützige GmbH mit den Bereichen Kurzzeitpflege, ambulante Pflege und Verwaltung des Fachbereichs Altenhilfe gewesen.

ZIEL von Sprint-Doku war die Erprobung der digitalen Dokumentation unter Nutzung einer sprecherunabhängigen Spracherkennung. Diese Technologie soll das Pflege- und Verwaltungspersonal entlasten, Prozesse optimieren, die Arbeitsqualität steigern und Freiräume für die eigentliche pflegerische Versorgung schaffen.

 

Das technische Setting bestand aus einer selbstlernenden, auf neuronalen Netzen aufbauenden Spracherkennung in Kombination mit digitalisierter Dokumentation. Diese wurde in drei Lern- und Experimentierräumen erprobt. Beschäftigte aus Pflege und Verwaltung waren gemeinsam mit Vertreter*innen von ver.di auf allen Steuerungsebenen des Projekts eingebunden.

ERGEBNISSE

Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem „Sprint-Doku“-Projekt fließen künftig in Anforderungen der Arbeitsorganisation, des Arbeitsablaufs und der Qualifikation von Pflegenden der Diakonie Bochum/Witten ein.

Ein Umsetzungsleitfaden für eine sprachgebundene Pflegedokumentation in der pflegerischen Langzeitversorgung soll zukünftig Einrichtungen bei der Einführung dieser Technologie helfen die Rahmenbedingungen zu prüfen und die Umsetzung auf allen Ebenen voranzubringen.

Folgende Erfolgsfaktoren für die Einführung einer sprachgebundenen Pflegedokumentation wurden ermittelt:

  • Die Einbeziehung der Mitarbeiter von Beginn an.
  • Passgenauigkeit zwischen Pflegeprozess und technischer Innovation.
  • Passgenaue Schulungen der Mitarbeitenden inklusive Diktiertraining.
  • Begleitung am Arbeitsplatz.
  • Schaffung von Freiräumen für das Einüben.

Zudem haben die Technikpartner (Nuance und connext) die  Erkenntnisse aus dem Projekt in ihre Weiterentwicklungen der Dokumentationssoftware und der Spracherkennungs- und –steuerungstechnologie einfließen lassen. Dies gilt auch für die Unterstützungsangebote für  Einrichtungen in der Implementationsphase.

Ansprechpartner*in

Heinrich Recken
Leiter des HFH-Studienzentrums Essen
Auf der Union 10
45141 Essen
E-Mail schreiben
Telefon: 0201 - 3197 - 4593

Steckbrief

Themen: Digitalisierung

Projektlaufzeit

2018 bis 2022


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