Sie sind hier:  » Home » Themen » Arbeitsorganisation

Arbeitsorganisation in der Pflege

Beschäftigte in der beruflichen Pflege/Beruflich Pflegende sind - wie u.a. regelmäßige Befragungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) zeigen – sowohl hoher körperlicher als auch hoher psychischer Belastung ausgesetzt (vgl. u.a. BAuA-Faktenblatt 31 „Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege“). Diese Situation wird durch den erheblichen Personalengpass in diesem Sektor weiter verschärft.
Eine gute Arbeitsorganisation, die Transparenz über einrichtungs- oder pflegedienstinterne Abläufe schafft, bei allen am Pflegeprozess Beteiligten für Handlungssicherheit sorgt und Pflegenden sowohl ausreichend Erholung als auch eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht, kann hier – zumindest in Grenzen – Abhilfe schaffen und zur Vermeidung negativer gesundheitlicher Folgen beitragen.

Die gute Nachricht: Aspekte wie diese sind durch Pflegeeinrichtungen bzw. -dienste (in erheblichem Maße) selbst gestaltbar! Die Offensive Gesund Pflegen der Initiative Neue Qualität der Arbeit bietet Arbeitgeber*innen und Beschäftigten hierzu verschiedene Anregungen.

Eine vorhersehbare und verlässliche Dienstplanung, ein weitgehend reibungsloser Schichtablauf, funktionierendeTeamarbeit und angemessener Informationsfluss – all dies sind Aspekte einer guten Arbeitsorganisation, die zu einer Optimierung der Arbeitsbelastung von beruflich Pflegenden beitragen und sich damit nachweislich positiv auf das Arbeitsklima, sowie die Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit beruflich Pflegender auswirken. Sie können darüber hinaus erheblich zur Attraktivität einer Einrichtung bzw. eines Pflegedienstes beitragen – was in Zeiten allgegenwärtigen Fachkräftemangels ein weiterer guter Grund ist, sich mit dem Thema „Arbeitsorganisation“ zu befassen.

Was kennzeichnet nun eine „gute Arbeitsorganisation“ – und was sind mögliche „Stellschrauben“, um eine solche zu erzielen?
Antworten hierauf geben u.a. eine aktuelle Handlungshilfe der BAuA für den Bereich der stationären Akutpflege (Leitfaden „Gute Stationsorganisation“, siehe unten) sowie ein Beratungsangebot der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW, siehe unten).
Auch für spezifische Fragestellungen – etwa zur Schichtplangestaltung – gibt es Empfehlungen – z. B. hier auf der Homepage der BGW.

Angebote für den ambulanten Sektor sind aktuell in Vorbereitung.

Als generell empfehlenswert gilt u.a.,

  • ...Pflegenden bei ihrer Arbeit regelmäßige Belastungswechsel zu ermöglichen, um einseitiger Belastung – und damit wahrscheinlicherer Fehlbeanspruchung – vorzubeugen.
  • …Pflegende in Entscheidungen über arbeitsbezogene Abläufe aktiv einzubinden – da sie die Expert*innen für ihre Tätigkeit sind und i.d.R. sehr gut wissen, wie Abläufe optimiert werden können
  • …klare Regelungen für die Handhabung bestimmter Abläufe zu treffen und diese – gut zugänglich - schriftlich zu dokumentieren

Handlungshilfen und Publikationen im Themenfeld "Arbeitsorganisation"

Projekte im Themenfeld "Arbeitsorganisation"


© Offensive Gesund Pflegen